Das Bankgeheimnis abschaffen
Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte es fast lustig sein: Seit Jahrzehnten fordert die SP Schweiz die Abschaffung des Bankgeheimnisses. Was wir mit unzähligen Vorstössen und Initiativen nicht geschafft haben, kriegen die Bürgerlichen jetzt endgültig hin: Das Bankgeheimnis ist tot. Auch wenn jetzt noch ein paar Scheingefechte ausgetragen werden, die Sache ist gelaufen. Zu Recht.
Der Schweizer Bankenplatz geniesst dank dem Bankgeheimnis den zweifelhaften Ruf, weltweit Kriminelle, Diktatoren, Terroristen oder andere zwielichtige Figuren zu kriminellen Handlungen zu ermuntern. In der Schweiz konnten sie ihr Geld ungestört verstecken. Dank einem kleinen Trick, der heuchlerischen Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -steuerbetrug, leistet(e) die Schweiz keine Amtshilfe. Wir haben damit den internationalen Steuerbetrug legitimiert. Jetzt kommt der Bumerang zurück – das hätte man wissen können. Aber Dank der Wasserträger der Banken – den bürgerlichen Parteien – wurde jeder Versuch, dieses Klumpenrisiko zu vermindern bisher erfolgreich verhindert.
Die Abschaffung des Bankgeheimnis ist der erste Schritt in Richtung eines Finanzplatzes, der statt mit Schwarz- nur noch mit Weissgeld arbeitet. Aber das ist noch nicht die Lösung. Unsere Banken haben sich schon länger von ihrer eigentlich Aufgabe entfernt. Banken dienen eigentlich dazu, die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen. Im Kapitalismus ist es aber dummerweise so, dass die Banken einerseits zueinander in Konkurrenz stehen und zweitens in Privatbesitz sind. Das führt dazu, dass die Grossbanken ihre Hauptaufgabe heute vor allem darin sehen, die Renditen für die Aktionäre und die Saläre der Topmanager anzukurbeln. Dazu sind sie gezwungen immer lukrativere Anlagen zu finden – soziale, ethische und moralische Schranken fallen zwangsläufig weg. Ihr Hauptinteresse gilt ihren Besitzern und nicht ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe. Das können wir nur ändern, wenn wir diese Besitzverhältnisse ändern. Der Finanzplatz wird sich erst wieder voll in den Dienst der Allgemeinheit stellen, wenn diese ihn auch besitzt. Darum gehören die Grossbanken vergenossenschaftet. Besser heute als morgen – sonst ist die nächste Blase bereits vorprogrammiert.
Nächste Termine
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13. März 2010 - 10:15
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27. März 2010 - 10:00
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2. April 2010 - 13:00
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Kommentare
Das Bankgeheimnis abschaffen II
Bei Deinem ersten Satz könnte man statt "SP" auch "Erklärung von Bern" schreiben...Auch wir fordern lange schon, dass zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung nicht mehr unterschieden wird. Diese Unterscheidung macht nicht nur in der Schweiz oder dem benachbarten Ausland Steuergerechtigkeit unmöglich, sie behindert auch die Entwicklung armer Länder, denen so wichtige Steuereinnahmen für Bildung und Gesundheit fehlen.
Dazu gibt's nun eine zivilgesellschaftliche Koalition, die wir mitinitiiert haben. Diese will den innenpolitischen Druck auf die EntscheidungsträgerInnen erhöhen, damit sich nachhaltig etwas ändert. Warum reagiert die Schweiz scheinbar immer nur auf externen Druck? Weil es keinen Druck von innen gibt? Es wäre an der Zeit zu zeigen, dass nicht alle Schweizerinnen und Schweizer im Bankgeheimnis ein erhaltenswertes Kulturgut sehen...Der Hinweis auf www.steuerwende.ch sei an dieser Stelle also erlaubt.
das wahre bankgeheimnis...
ein riesen hype um das "bankgeheimnis" ... und dabei wird
vergessen, wo das geheimnis der bank liegt...
was wird in der bibel und im koran verboten...?
da gibts ja nicht besonders viele gemeinsamkeiten... aber
einig sind sie sich im folgenden:
dem zinsverbot...
das bank"en"geheimnis besteht darin, dass geld nur virtuell
existiert... ein einflussreicher UBS-investor hat vor zwei jahren
am weihnachtstisch damit geprahlt, die UBS hätte das 6-7 fache
des von kunden angelegten geldes wieder weiterverliehen...
das ist völlig legal...
ich rechne mal aus, was das ausmacht... angenommen, die bank
gibt 2% und kassiert 6% ....
100 / 100 * 2 = 2
700 / 100 * 6 = 42
42 - 2 = 40% gewinn...
aus 100 franken kann eine bank dank zinseinnahmen also 40
weitere erschaffen, die nicht von der NB oder EZB gedruckt
wurden... nur durch zinseinnahmen....
nun das grosse geheimnis... das riesen paradoxon der wirtschaft:
geld kann nur mit geld bezahlt werden...
ebenso kann ein bäcker auch nur mit kuchen bezahlt werden...
wohlbemerkt, nur der bäcker DARF kuchen backen...
ach nee... das kostet ja auch geld.. oh wunder...
kapiert..!?
solange geld geld kostet, werden immer mehr schulden aufgebaut...
und keiner merkt, wieso sie nicht steigen... lediglich durch die
ebenfalls durch banken beeinflusste inflation schafft den ausgleich
für das "erschaffene" geld... oder steigende aktienpreise... oder
verluste... ausbeutung fremder länder... falschgeld... abschreibungen...
aber solange niemand sein eigenes geld drucken darf, werden die
banken IMMER reicher und reicher...
da liegt das bank(en)geheimnis...
liebe JUSO... wenn ihr was ändern wollt... packt das verdammte
problem an der wurzel !!!!
Dein Vorschlag wäre also das
Dein Vorschlag wäre also das Geld abschaffen, oder was? interessante Idee, aber ein bisschen schwer umzusetzen ;)
Bankgeheimnis
Da gehe ich mit jedem einig der sagt das Bankgeheimnis muss zwingend abgeschafft werden weil sonst dieser Filz weiter geht und die Kleinen müssen büssen
noch einen Schritt weiter...
Was ist schlimmer, Sozialhilfemissbrauch oder Steuerbetrug?
Ich bin der Meinung, dass gegen Steuersünder mit den gleichen Ellen vorgegangen werden darf, wie gegen jene, die im Verdacht stehen, Sozialmissbrauch oder IV-Missbrauch zu begehen. Ohne recherchiert zu haben denke ich, dass der volkswirtschaftliche Schaden durch Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ein x-faches über dem liegt, was durch zu unrecht bezogene Sozialhilfe oder IV-Leistungen dem Steuerzahler entgeht.
Ich fordere daher, dass Privatdetektive eingesetzt werden, damit jene, die Steuermissbrauch begehen, überführt werden können. Auch schlage ich als Gegenvorschlag zur Ausschaffungsinitiative der SVP vor, dass ausgeschafft wird, wer Steuermissbrauch begeht, weil es sich dabei um ein verantwortungsloses, asoziales, den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdendes und volkswirtschaftschädigendes Verhalten handelt.
Ich glaube fast, dass mit speziellen Steuerdetektiven die Staatskasse besser saniert wird als mit Detektiven gegen IV- oder Sozialhilfebetrüger. Ich befürchte aber, dass es dem Zeitgeist entspricht, die sozial Schwachen immer stärker zu unterwerfen, während wir gesellschaftlich zu den Herren mit den dicken Brieftaschen ein Hass/Bewunderung-Verhältnis unterhalten...
mein vorschlag...
wer steuerbetrug begeht, verliert SEIN GESAMTES VERMÖGEN... und
es wird an die armen verteilt...
so schön das klingen mag, wäre das nicht möglich... es gibt hunderte
möglichkeiten, seine geldschäfchen ins trockene zu bringen... einzige
voraussetzung hierfür ist, dass man geld hat...
also ich kriege bestimmt keinen kredit, ohne gegenwert... also muss
ich erst vermögend sein, um geld zu kriegen, um damit zu verdienen...
paradox, nicht..:?
ein fond, der anteile im ausland hat und schon ist man aus dem
fiskus... völlig legal... aber der 0 8 15 bürger und der verarmende
mittelstand hat immer weniger zur verfügung... es reicht ja nicht mal
mehr für ein risiko...
stuerbetrug das eine... aber vielleicht sollte man mal herausfinden,
wofür stuern bezahlt werden... und wie viel von meinem einkommen
an steuern drauf gehn...??!
einkommensstuer 20-25% vom lohn
mwst 7.6% von allem, was ich kaufe...
militärersatz 3.% vom lohn
ahv, iv, eo... gehört auch dazu...
wenn ich ein auto kaufe, zahle ich hunderte von steuern... die
lizenz, damit das auto in der CH zugelassen wird, die ganzen tests,
die dafür nötig sind, vorgezogene resyclinggebühren für jedes
elekroteil darinn, zoll, zoll des lieferantenf für kleinteile... meinen
führerschein, die verkehrsstuer... der anteil vom benzin, die mwst
aufs benzin (?), die reifen, entsorgungskosten.... und natürlich die
"vermögenssteuer", wenn der wagen ein paar franken wert hat....
damit ich für meinen wagen eine garage bauen kann, brauche ich
land... das kaufe ich exkl. registereintrag... der kostet...
und so weiter und so fort...
viele stuern sind schon im verkaufspreis drin... aber das interessiert
ja keinen...
unterm strich locker 50% - je nachdem, ob ich raucher oder trinker
bin...
vielleicht sollte man erst einen der grössten posten im staatshaushalt
vernichten... die zinsen auf die staatsschuld... diese unserer steuern, die
den banken und bonzen direkt in den allerwertesten geschoben werden...
-> wie siehts aus mit JUSO und gott..?
folgende anregungen:
Exodus 22,24
Deuteronomium 23,20-21
Levitikus 25,36-37
usw.
oder im koran zB Sure 2, Vers 278
ich fasse die passagen kurz zusammen:
ZINSEN sind schlecht
gruss