NO WEF: Hunderte demonstrieren in Davos gegen die Kriegstreiberei und deren Profiteur*innen

18.01.2026

Am Sonntag, 18. Januar, haben die Jungsozialist*innen Schweiz gemeinsam mit Verbündeten in Davos eine Kundgebung mit mehreren Hundert Demonstrant*innen gegen das WEF durchgeführt. Unter dem Motto “No Wef – Stop Trump” verurteilt die JUSO den Empfang von Faschisten, Kriegstreiber und deren Profiteuren. Das breite Bündnis setzt sich für eine gerechte Zukunft für alle ein. Dieser Anspruch steht im grundlegenden Widerspruch zur Politik und Ausrichtung des WEF.

Wie jedes Jahr treffen sich die Mächtigen und Reichen in Davos zum verschlossenen World Economic Forum. Im Zeitalter der totalen Aufrüstung stehen die Zeichen auf Krieg. Die Gewinner*innen stehen schon fest: Es sind die Banken und Rüstungskonzerne. Die Verlierer*innen: Die Zivilbevölkerung auf der ganzen Welt. Das WEF wird keinen Frieden bringen, sondern die Eskalation weiter anheizen. Die Kapitalist*innen brauchen Kriege in Zeiten der multiplen Krisen, um weiter Profite scheffeln zu können.

Währenddessen haben immer mehr Menschen Mühe, über die Runden zu kommen oder sind in vielen Ländern mit Zerstörung und Tod konfrontiert. “Das WEF wird niemals Frieden bringen, sondern die Eskalation nur weiter anheizen”, sagt Mirjam Hostetmann, Präsidentin JUSO Schweiz dazu.

Den Haag statt Davos

Die JUSO Schweiz ist schockiert darüber, wie die Rechts-Bürgerlichen Trump und seinen Freunden in Davos hofieren. Ein neofaschistischer Diktator, dessen paramilitärische Milizen gerade Menschen auf offener Strasse jagen, internieren und töten, der völkerrechtswidrige Angriffe auf souveräne Staaten plant und ausführt, darf hier nicht willkommen sein. “Trump vergeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gehört darum nach Den Haag und nicht nach Davos”, meint Mirjam Hostetmann, Präsidentin der JUSO Schweiz. Auch nur ein Blick auf die restliche Gästeliste genügt, um zu merken, dass das WEF den Interessen der Reichen und Mächtigen dient und nicht der breiten Bevölkerung. Syriens neuer Präsident al-Scharaa, der gerade in Rojava eingefallen ist und dessen Armee Massaker an Minderheiten verübt, Alex Karp, dessen Konzern Palantir die Verfolgung von Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht und auch Unrechtregimes, wie das von Iran, werden mit “hochrangiger” Vertretung präsent sein.

Eine andere Welt ist möglich

Die Demonstrant*innen in Davos wissen, dass eine andere Welt möglich ist. Eine nachhaltige und gerechte Zukunft sicherstellen zu können, braucht es aber andere Orte, als das WEF. Es wird Zeit, dass die breite Bevölkerung ihre Zukunft selber in die Hand nehmen kann! Dafür müssen grosse Vermögen konsequent rückverteilt, Monster-Konzerne reguliert und die Rüstungsindustrie eingestampft werden. Es braucht eine ambitionierte Klimapolitik, die die Superreichen in Verantwortung nimmt, eine Stärkung internationaler Strukturen und die Demokratisierung aller Lebensbereiche.

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