Protestaktion gegen Trump und US-Imperialismus

04.07.2026

Am heutigen 250. Nationalfeiertag der USA haben JUSO, GSoA, Campax, junge Grüne, PdA, KJ und Klimastreik eine Protestaktion/Kundgebung vor der US-Botschaft in Bern durchgeführt. Die verschiedenen Redner*innen und Teilnehmer*innen nutzten den symbolträchtigen Tag, um auf die Folgen der imperialen Aussenpolitik und der fortschreitenden Faschisierung der USA aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde auch die Schweiz in die Pflicht genommen: Die Schweiz darf die verbrecherische Politik der USA nicht länger stützen.

„Die USA sind kein Land der Freiheit, sondern ein Staat, der seine Macht nach innen wie nach aussen mit Unterdrückung absichert. Völkerrechtswidrige Kriege, die Verfolgung von Migrant*innen, Angriffe auf Frauen- und Transrechte sowie die wachsende soziale Ungleichheit sind kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems, das dem Profit und der Macht von einigen wenigen Superreichen dient. Am 4. Juli gibt es nichts zu feiern, unsere Antwort ist internationale Solidarität und der gemeinsame Widerstand gegen Imperialismus, Krieg und Faschismus“, begründet Mirjam Hostetmann, Präsidentin der JUSO-Schweiz, ihre Teilnahme. Liva Schaffner von der Kommunistischen Jugend Schweiz kommentiert die Folgen der imperialen Aussenpolitik: „Fast 500 Militärinterventionen haben die USA seit 1776 lanciert. Ihre angeblichen Gründe reichen von «Kampf gegen den Terrorismus» über den «notwendigen Drogenkrieg» bis hin zur «Verteidigung der Demokratie». Doch hinter diesen Behauptungen verbergen sich die politischen Prioritäten, die seit der Gründung der USA klar gesetzt wurden: Es geht um den Schutz und die Anhäufung US-amerikanischer Investitionen in anderen Ländern sowie darum, das kapitalistische Klassensystem aufrechtzuerhalten." Seraina Kägi vom Klimastreik Schweiz ergänzt: „Die Verantwortung westlicher Grossmächte, die Auswirkung von Imperialismus und Aufrüstung auf die Klimakriese müssen anerkannt werden."

Die Rolle der Schweiz im Bezug auf die USA wurde an Protestaktion stark kritisiert. Joris Fricker, politischer Sekretär der Gesellschaft für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), stellt klar: „Der Bundesrat und die Bürgerlichen treten Völker- und Menschenrechte mit Füssen. Während die USA erneut Kriegsverbrechen um Kriegsverbrechen begehen, wird unser Kriegsmaterialgesetz auch für die USA gelockert. Künftig werden wir jegliche Kontrolle über Waffen abgeben, die wir in die USA exportieren. Gleichzeitig kaufen wir bei den USA mit dem F-35 und den Patriots System tödliche Maschinen ein. Diese Heuchlerei muss aufhören!“ Timeo Antogonini, Präsident der Partei der Arbeit Schweiz (PdA), ergänzt: „Als neutrales Land muss sich die Schweiz endlich von der imperialistischen Politik der USA distanzieren. Sie darf sich in keiner Weise an deren Kriegen sowie der Unterdrückung und Ausbeutung des Globalen Südens beteiligen.“

Die Redner*innen machten schlussendlich deutlich, dass die bestehenden Verhältnisse nicht alternativlos sind. Itziar Marañón, Geschäftsleiterin von Campax stellt klar: "Wir müssen unsere Demokratien nicht nur verteidigen, sondern sie auch solidarisch, gerecht, umwelt- und menschenfreundlich gestalten. Zohran Mamdani hat es im Herz des US-Kapitalismus, in New York, gezeigt: Hoffnung, Mut und eine soziale Agenda sind, wie immer in der Geschichte, der Weg zur Verbesserung der Gesellschaft".

Fotos der Protestaktion